Stellungnahme zur Bewertung unseres Pesto Rosso im aktuellen ÖKO-TEST

Stellungnahme zur Bewertung unseres Pesto Rosso im aktuellen ÖKO-TEST

Das Magazin ÖKO-TEST hat in der Ausgabe April 2024 zu unserem Produkt „Campo Verde Pesto Rosso, Demeter“ einen Testbericht mit der Bewertung „ungenügend“ veröffentlicht. Die Begründung von ÖKO-TEST ist hierfür eine vermeintlich stark erhöhte Konzentration von Schimmelpilzsporen (AOH)¹ und (TEA)² aufgrund der Verarbeitung von mit Schimmelpilzgiften belasteter Zutaten im Produkt. Wir weisen die Bewertung seitens ÖKO-TEST hiermit ausdrücklich als ungerechtfertigt zurück.

¹ Alternariol (AOH); ² Tenuazonsäure (TEA)

Stellungnahme zum ÖKO-TEST-Ergebnis des Campo Verde Pesto Rosso (Charge-Nr. LM 194-907 07/2026)

  1. Alternarioltoxine:

    Schimmelpilzsporen können in einer pestizid- und fungizidfreien Biolandwirtschaft nicht vollständig vermieden werden. Sie sind Teil unseres Ökosystems, kommen je nach Wetter und Feuchtigkeit mal mehr oder weniger vor und können an den Stängeln und Blättern der Tomatenpflanze anhaften. Bei der Ernte kann es in seltenen Einzelfällen, je nach klimatischer Entwicklung, entsprechend dazu kommen, dass sich Schimmelpilzsporen an der gesunden und einwandfreien Tomate anhaften, die bei der anschließenden Sichtkontrolle nicht ausgelesen werden können. Die Tomate selbst ist aber nicht verdorben und es werden alle maßgeblichen gesetzlichen und wissenschaftlichen Standards eingehalten.

    1. Alternariol (AOH) (15 μg/kg)

      Gemäß der EMPFEHLUNG (EU) 2022/553 DER KOMMISSION vom 5. April 2022 zur Überwachung des Vorhandenseins von Alternaria-Toxinen in Lebensmitteln” auf die sich ÖKO-TEST bezieht, liegt der empfohlene Wert bei 10 μg/kg. Die Bewertung unseres Produkts ergab 15 μg/kg. Bei getrockneten Tomaten fällt jedoch der Wert aufgrund des Konzentrationsfaktors höher aus.

      Um vollends auszuschließen, dass die Stichprobe von ÖKO-TEST repräsentativ für die Qualität der gesamten Charge steht, haben wir eine weitere unabhängige Analyse der gleichen Charge Nr. LM 194-907 07/2026 bei blab (BonassisaLab S.p.a.) angeordnet. Hier konnte kein Alternariol nachgewiesen werden. Die Ergebnisse wurden an ÖKO-TEST gesandt, um zu ihrer Forschung beizutragen und in ihrer Bewertung berücksichtigt zu werden, jedoch wurden sie nicht im Artikel erwähnt.

    2. Tenuazonsäure (TEA) (260 μg/kg)

      Gemäß der “EMPFEHLUNG (EU) 2022/553 DER KOMMISSION vom 5. April 2022 zur Überwachung des Vorhandenseins von Alternaria-Toxinen in Lebensmitteln” auf die sich ÖKO-TEST bezieht, liegt der empfohlene Wert bei 500 μg/kg. In diesem Zusammenhang verstehen wir die Abwertung von ÖKO-TEST nicht, da das Ergebnis von 260 μg/kg unter dem empfohlenen Ergebnis (500 μg/kg) liegt.

  2. Mineralöle:

    Die Mineralöl-Kohlenwasserstoffe unterteilen sich in zwei Gruppen: MOSH (Gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe), die nach einem EU-Gutachten gesundheitlich eher unbedenklich sind, und krebserregende MOAH (Aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe) (Quelle: https://www.vzhh.de/themen/lebensmittel-ernaehrung/schadstoffe-lebensmitteln/mineraloel-im-essen).

    Im März 2023 veröffentlicht die EU-Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA einen Gutachtenentwurf zu Mineralölen. Die Sachverständigen kommen zu dem vorläufigen Ergebnis, dass gesättigte Mineralöl-Kohlenwasserstoffe (MOSH) wohl nicht gesundheitlich bedenklich seien, während aromatische Mineralöl-Kohlenwasserstoffe (MOAH) Anlass zu gesundheitlichen Bedenken geben können. Aus den Gutachtenergebnissen werden seit Ende April 2023 wissenschaftliche Empfehlungen erarbeitet (Quelle: https://www.vzhh.de/themen/lebensmittel-ernaehrung/schadstoffe-lebensmitteln/mineraloel-im-essen).

    Im vorliegenden Ergebnis von ÖKO-TEST wurden Mineralölgehalte (MOSH) nachgewiesen. Hinsichtlich des Gehaltes für MOSH und MOAH in Lebensmitteln sind auf europäischer und nationaler Ebene aktuell keine Grenzwerte festgesetzt.

    Gemäß dem Entwurf zur 22. Verordnung zur Änderung der Bedarfsgegenständeverordnung dürfen aus einem Bedarfsgegenstand keine nachweisbaren Mengen an MOAH (NWG = 0,5 mg/kg) auf ein Lebensmittel übergehen (Quelle: https://meyerscience.de/images/publikationen/2011_08_news.pdf).

Wir von Campo Verde stellen seit jeher sicher, dass unsere Kunden einwandfreie Produkte erhalten, die regelmäßig von ÖKO-TEST mit Bestnoten ausgezeichnet werden. Entsprechend werden unsere Produkte kontinuierlich von unserem Qualitätsmanagement sowie von externen Laboren geprüft.

Wir und all unsere Lieferanten stehen mit unseren Namen für kontrolliert, höchste Qualität und natürliche Produkte und unsere Standards reichen insgesamt weit über Mindestanforderungen hinaus.

Die ÖKO-TEST-Bewertung nehmen wir sehr ernst und haben, wie bereits erwähnt, einen eigenen, unabhängigen Labortest beauftragt, indem jedoch kein Alternariol in unserem Pesto nachgewiesen werden konnte.

Darüber hinaus werden von unserem Lieferanten zukünftig, speziell für getrocknete Tomaten, bereits in der Rohstoffanalyse Kontrollen vollzogen, um eine noch engmaschigere Kontrolle auf den verschiedenen Produktionsstufen zu etablieren.

Wir gehen davon aus, dass es sich bei den Ergebnissen von ÖKO-TEST um einen Einzelfall handelt, der weder repräsentativ für unser Pesto Rosso noch für andere Produkte aus dem Hause Campo Verde steht.

Uhldingen-Mühlhofen, den 22.03.2024

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